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Wöchentlicher Marktbericht für anyoption Kunden

26. Juli 2010 | Euro | Gold | Forex | Kupfer | Dollar Feedback schreiben
Marktbericht anyoption

Wöchentlicher Marktbericht für anyoption Kunden

Optimistische Ergebnisse lassen US-Aktien steigen

Der US-Aktienmarkt verzeichnete eine starke Woche, nachdem die Ergebnisberichte der Unternehmen für das zweite Quartal besser als erwartet ausgefallen waren. Die großen Indizes schlossen stark und verzeichneten am Freitag nach Bekanntgabe der mit Spannung erwarteten Ergebnisse der Ergebnisse der europäischen Banken-Stresstests einen sprunghaften Anstieg. Anleger waren froh darüber, dass der Bericht die Widerstandskraft der europäischen Banken belegte und so die Bedenken um das Befinden des schuldengeplagten Kontinents zerstreute.

Die Erholung der Märkte zeigte sich zum zweiten Mal innerhalb von drei Wochen mit positivem Ergebnis. Der S&P 500 stieg um 3,6 % und schloss oberhalb der 1.100er Marke bei 1.103. Damit schloss der S&P erstmals seit dem 21. Juni oberhalb von 1.100 Punkten und hat die Verluste des vergangenen Jahres fast wieder wettgemacht, denn er liegt nur noch 1 % unter den Werten des Vorjahreszeitraums. Neun von zehn im S&P 500 enthaltenen Sektoren verzeichneten Wertsteigerungen. Die Anleger schwenkten wieder auf zyklische Aktien um, allen voran Industrieaktien und Rohstoffe.

Der Dow stieg in der vergangenen Woche um 3,2 %. Die Nasdaq verzeichnete in der letzten Woche einen Zuwachs von 4.2 % und schaffte es im Jahresvergleich ganz knapp in die Gewinnzone. Für den Dow ist die Gewinnschwelle im Jahresvergleich mittlerweile in Sichtweite, nachdem er noch vor einem Monat Gefahr lief, in einen Baissemarkt zu fallen. IBM (IBM) leitete die Woche mit enttäuschenden Geschäftszahlen ein, aber die großen Indizes konnten den starken Wertverlust zu Wochenbeginn ausgleichen und schlossen mit moderaten Zuwächsen. Die Quartalszahlen waren in den meisten Fällen positiv — Apple (AAPL) am Dienstag; eBay (EBAY), Morgan Stanley (MS) und Qualcomm (QCOM) am Mittwoch; AT&T (T), Nokia (NOK) und UPS (UPS) am Donnerstag; und Ford Motor (F) und Verizon (VZ) am Freitag.

Stresstestergebnisse lassen europäische Aktien steigen

Der britische FTSE 100 Index stieg um 1,9 % auf 5.313,81 Punkte, der CAC-40 in Frankreich schloss mit einem Anstieg um 3,0 % auf 3.600,57 Punkte und der deutsche DAX stieg um 2,5 % auf 6.142,15 Punkte. Die Ergebnisse der Stresstests der europäischen Banken übertrafen die Erwartungen, denn von 91 getesteten Banken konnten nur 7 nicht nachweisen, dass sie eine neuerliche Krise überstehen würden und wurden angewiesen, ihr Kapital um insgesamt 4,5 Mrd. US$ zu erhöhen. Die meisten Kommentatoren wunderten sich, dass bis auf eine alle griechischen Banken in der Untersuchung den Test, der vom Londoner *Comittee of European Banking Supervisors (CEBS)* durchgeführt wurde, bestanden. Fünf der sieben “durchgefallenen” Banken haben Ihren Sitz in Spanien, dem Land das neben Portugal großen Anlass zur Sorge gab und als wahrscheinlichstes nächstes Opfer der europäischen Schuldenkrise gilt.

Die Einzelhandelsumsätze in Großbritannien sind im Juni um 0,7 % gestiegen, während der Dienstleistungs-EMI (Einkaufsmanagerindex) sich im Juli von 56,0 auf 56,7 verbessert hat und der EMI für die verarbeitende Industrie sich von 55,6 auf 56,5 verbesserte. Darüber hinaus verbuchten die Industrieunternehmen in der Eurozone im Mai einen Anstieg der Auftragseingänge um 3,8 %. An den Aktienmärkten setzte sofort nach Ankündigung der ersten Ergebnisse der Stresstests durch die europäische Zentralbank heftige Diskussionen ein, aber die Marktteilnehmer scheinen noch bis Montagmittag oder Dienstagmorgen zu warten, ehe sie eine klarere Meinung zur Eurozone und der Zukunft der Weltwirtschaft bilden. Die CEBS gab an, die Summe des bei den sieben durchgefallenen Banken fehlenden Kapitals betrage nur 3,5 Mrd. €. Deutsche Bank und Banco Santander verzeichneten zwischendurch einen Wertverlust von je 1,2 %, erholten sich aber und stiegen zum Ende des Handelstages stark an.

Volatilität des Dollars dominieren den Forex-Markt

Der Euro stieg nach einem unerwartet besseren Geschäftsklimaindex wieder über den einfachen gleitenden Durchschnitt der letzten 100 Tage (1,2878) und weiter auf einen Höchststand von 1,2965. Nach der Veröffentlichung der Ergebnisse der Stresstests von letzter Woche durch die europäische Zentralbank wird die Einheitswährung wohl eine steigende Volatilität erfahren. Der deutsche IFO-Geschäftsklimaindex stieg im Juli von 101,8 auf 106,2 Punkte, obwohl Prognosen von einem Rückgang auf 101,5 Punkte ausgegangen waren. Dadurch verbessert sich das Maß für künftige Erwartungen von 102,5 im Juni auf 105,5 im laufenden Monat. Darüber hinaus können die Unternehmen künftig noch optimistischer werden, da die Region von der Erholung des Welthandels profitiert. Trotzdem werden sich die Ergebnisse der Stresstests, die derzeit im Blickpunkt stehen, auf den Wechselkurs auswirken, der einen heftigen Ausverkauf beim EUR/USD auslösen könnte. Selbst ein mäßiges Ergebnis kann jedoch die Einheitswährung über dem einfachen gleitenden Durchschnitt für 100 Tage halten, da die Aussichten für die Wirtschaft besser werden.

Zwischen Donnerstagmittag und Freitag früh stieg der USD/JPY-Kurs bis auf 87,22 und der japanische Ye tendierte gegenüber den meisten anderen Währungen schwächer. Die Reservewährung könnte heute gegen später stärkerer Volatilität ausgesetzt sein, wenn die Anleger beginnen, ihre Handelsportfolios zu diversifizieren. Es könnte sein, dass die wichtigsten Währungen sehr unruhige Preisentwicklungen erleben, da sich die Marktliquidität nach dem Wochenende ausweitet. Betrachtet man die großen Zusammenhänge, wird vermutlich die zunehmende Risikoneigung die Preisentwicklung im nordamerikanischen Handel bestimmen, da die Aktien-Futures eine höhere Eröffnung der US-Märkte ahnen lassen.

Für Gold gleicht die Handelswoche einer Achterbahnfahrt

Gold beschloss die Woche bei 1.189 US$/Unze, ungefähr auf dem gleichen Niveau wie vergangenen Montag. Nachdem der Wert nicht genug Unterstützung erfuhr um den Wert von 1.200 US$ zu halten, fiel Gold zum Ende der vergangenen Woche auf unter 1.190 US$/Unze, als die Ergebnisse der Stresstests bei 91 europäischen Banken die Erwartungen erfüllten und nur sieben Banken ihre Krisenfestigkeit nicht nachweisen konnten, sodass die Bedenken hinsichtlich der Schuldensituation in Europa zerstreut werden konnten. Die Ergebnisse waren allerdings nicht überzeugend genug: Fachleute fragten, warum alle griechischen Banken bis auf eine den Test bestanden – dieses Ergebnis wurde als zu lasch empfunden. Gold ging mit Verlusten in die vergangene Woche, gewann aber durch den schwächeren Dollar und den äußerst wichtigen Stresstest der europäischen Banken an Dynamik.

Das Edelmetall wurde innerhalb einer geringen Bandbreite von 30 Dollar, zwischen 1180 US$ und 1210 US$, gehandelt. Das Ergebnis der Stresstests bei den europäischen Banken führte zu neuen Goldkäufen. Der Wochenhöchststand für Gold lag bei 1203,90 US$, aber der Wochenschlusskurs lag mit 1188,90 US$ niedriger, da der Dollar stärker tendierte und der Dow Jones sich um 300 Punkte erholte. Während dessen gingen die Bestände des größten physisch in Gold abgesicherten Exchange Traded Fund, des SPDR Gold Trust in New York, am Donnerstag um mehr als sechs Tonnen auf 1.302,045, den tiefsten Stand seit sechs Wochen, zurück.

Kupfer war in der vergangenen Woche der große Gewinner am Rohstoffmarkt. Der Wochentiefststand bei Kupfer lag bei 292,05 US$ und der Rohstoff stieg nach zwei Monaten erstmals wieder auf einen Höchststand von fast 321 US$. Der hohe Schlusskurs bei Kupfer ist auf den schwächeren Dollar und die starken Fundamentaldaten zurückzuführen, die den Preis ebenfalls stützten. Die Gewinne wurden durch Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Erholung in den USA und die Nachfrage nach Metallen gedrückt und unterstützt durch Aussichten auf steigende Nachfrage aus der Baubranche in den USA sowie rückläufige Lagerbestände. (Bild: reinobjektiv/fotolia)

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