USA – Rallye bei US-Aktien
09. November 2010 | Gold | Forex | Rohstoffe | Dollar | Euro Feedback schreibenDie Rallye am US-Aktienmarkt ging in die fünfte Woche und brachte den Dow Jones Industrial Average auf den höchsten Stand seit der Zeit vor der Insolvenz der Lehman Brothers Holdings Inc. 2008. Auslöser waren ein 600 Mrd. US$ Anleihen-Ankaufsplan der Federal Reserve zur Förderung des Wachstums und ein Anstieg der Beschäftigtenzahlen, der die Prognosen übertraf.
Der Standard & Poor’s 500 Index stieg in der vergangenen Woche um 3,6 % auf ein Zweijahreshoch von 1.255,85. Der Dow stieg um 325,59 Punkte bzw. 2,9 % auf 11.444,08 Punkte. Der Kurs des S&P 500 zeigte in der vergangenen Woche an allen Tagen nach oben – erstmals in einer 5-Tage-Woche seit März. Beide Indizes verzeichneten in mindestens acht der vergangenen zehn Wochen einen Aufwärtstrend. Der S&P 500 ist seit dem 2. Juli um fast 20 % gestiegen und der Dow machte sämtliche Verluste seit der Lehman-Pleite 2008 wieder wett. Der Citigroup Economic Surprise Index für die USA misst, um wie viel die Wirtschaftsdaten von den Schätzungen der Volkswirtschaftler nach oben oder unten abweichen. Er verbesserte sich an elf Tagen in Folge und schwenkte am 29. Oktober auf positive Werte um.
Ein weiterer Grund für die steigenden Aktienkurse der vergangenen Woche war die Tatsache, dass die Arbeitgeber in den USA mehr Mitarbeiter eingestellt hatten als für den vergangenen Monat prognostiziert worden war und dass das Ergebnis der Kongresswahlen Mehrheitsverhältnisse hervorbrachte, die eine Verabschiedung neuer wirtschaftlicher Reformen unwahrscheinlich macht. Die Beschäftigtenzahlen gingen um 151.000 Arbeitsplätze nach oben und übertrafen somit den von Bloomberg News ermittelten Durchschnitt der Prognosen von Wirtschaftswissenschaftlern, der bei 60.000 gelegen hatte. Die Republikaner übernahmen am 2. November die Kontrolle über das Repräsentantenhaus, während die Demokraten weiterhin im Senat das Sagen haben.
Europa – Europäische Aktien steigen
Europäische Aktien stiegen in der vergangenen Woche auf den höchsten Stand seit sechs Monaten, als die Federal Reserve eine weitere Runde von Anleihen-Ankäufen zur Stärkung der Wirtschaft ankündigte und somit erneute Bedenken zerstreute, einige europäische Ländern könnten ihre Verbindlichkeiten nicht bedienen.
Der Stoxx Europe 600 Index verzeichnete in der vergangenen Woche den steilsten Anstieg seit zwei Monaten um 2,4 % auf 271,97 Punkte. Der Index stieg seit seinem Jahrestief für 2010 im Mai um 17 % und schloss die Woche auf dem höchsten Stand seit dem 15. April nach Mitteilungen über die Prognosen übertreffende Erträge und Vermutungen, die politischen Entscheider in den USA und anderen Ländern würden ihre Bemühungen zur Stützung des Aufschwungs ausbauen indem sie mit neu geschaffenem Geld Aktien kaufen – also eine so genannte “quantitative Lockerung” vornehmen.
Die nationalen Richt-Indizes stiegen in 13 von 18 westeuropäischen Märkten. Der deutsche DAX Index stieg um 2,3 % während der britische FTSE 100 Index sich um 3,5 % verbesserte. der französische CAC 40 stieg um 2,2 %.
Der spanische IBEX 35 führte die rückläufigen Indizes an; er ging um 3,6 % zurück, während der griechische ASE-Index 2,6 % und der portugiesische PSI-20-Index um 2 % fielen. Rohstoffaktien brachten in der vergangenen Woche in Europa die beste Performance, denn die Metallpreise stiegen. Der Wert der Firma Xstrata, des viertgrößte Kupferproduzenten der Welt, stieg um 15 %, nachdem der Kupferpreis den höchsten Stand seit 28 Monaten erreicht hatte.
Forex – steilster Absturz des Dollar seit vier Wochen
Der Dollar fiel gegenüber den Währungen der sechs größten Handelspartner um den höchsten Wert seit vier Wochen, nachdem die Federal Reserve bekannt gegeben hatte, sie werde mehr Geld in das US-Finanzsystem pumpen um die Inflation und den Arbeitsmarkt anzukurbeln.
Der Wert des Greenback sank nach der Ankündigung der Fed, bis Juni 600 Mrd. US$ an US-Schatzwechseln aufkaufen zu wollen, gegenüber 15 seiner 16 wichtigsten Vergleichswährungen. Die Verluste stoppten erst, als gestern veröffentlichte Daten zeigten, dass die Beschäftigtenzahlen schneller gestiegen waren als angenommen. Die australische und die kanadische Währung erreichten Dollar-Parität, da der Appetit der Anleger auf Werte mit höheren Erträgen vor dem G20-Treffen zur Währungspolitik in Seoul in der kommenden Woche anstieg.
Der Dollar verlor gegenüber dem Euro so viel wie seit vier Wochen nicht mehr: er ging um 0,6 % auf 1.4032 US$/Euro zurück (von 1,3947 am 29. Okt.). Am 4. November erreichte er sogar kurzfristig 1,4282 US$/Euro, den tiefsten Stand seit dem 20. Januar.
Gegenüber dem Yen stieg der Greenback um 1,1 % auf 81,26 und verzeichnete somit erstmals seit sieben Wochen einen Zuwachs, obwohl er am 1. November mit 80,22 kurzzeitig den tiefsten Stand gegenüber der japanischen Währung seit 15 Jahren erreichte. Der Yen notierte innerhalb einer Woche um 1,7 % schwächer und verzeichnete gegenüber dem Euro seinen größten Wertverlust seit Mitte September, von 112,12 am 29. Oktober auf 114,03.
Rohstoffe – Gold nimmt Anstieg Richtung 1.400 US$ wieder auf
Zum Ende der Woche strömten die Anleger in Rohstoffe. Sie trieben Gold auf ein Rekordhoch und Öl in die Nähe des höchsten Standes seit zwei Jahren, denn sie machten sich Sorgen um die Auswirkungen der geldpolitischen Maßnahmen der Fed auf den Dollar.
Die Federal Reserve gab am Mittwoch bekannt, sie beabsichtige, über einen Zeitraum von acht Monaten 600 Mrd. US$ für den Kauf von US-Schatzwechseln auszugeben. Diese Ankündigung war der Startschuss für eine Rallye in den meisten Rohstoffmärkten. Das Programm zielt darauf ab, die Wirtschaft durch Ausweitung der Geldmenge zu stimulieren, aber die zusätzliche Liquidität könnte auch die Inflation nach oben treiben und den Dollar schwächen, ohne Wachstum zu generieren.
Gold näherte sich in der vergangenen Woche der 1.400 US$-Marke, als die Händler den guten Arbeitsmarktbericht Revue passieren ließen und sich zu fragen begannen, wie lange dieser Zuwachs am US-Arbeitsmarkt anhalten wird. Dieser Pessimismus stärkte die Bedenken hinsichtlich einer länger andauernden Schwäche des Dollars und höherer Inflationsrisiken, nur zwei Tage nachdem die Federal Reserve ihr 600 Mrd. US$ schweres Programm zum Kauf von Schatzwechseln angekündigt hatte, das die schwächelnde US-Wirtschaft ankurbeln soll.
Öl Rohölpreise stiegen auf den höchsten Stand seit zwei Jahren, nachdem das Arbeitsministerium bekannt gegeben hatte, dass die Beschäftigtenzahlen in den USA im vergangenen Monat um 151.000 gestiegen waren. Dieser die Erwartungen übertreffende Anstieg an Arbeitsplätzen außerhalb der Landwirtschaft war laut Arbeitsministerium der erste überhaupt seit Mai. Er reichte aber dennoch nicht aus, um die Arbeitslosenquote zu verringern, die nach wie 9,6 % beträgt.
Weitere Informationen: Dollart, Euro, FOREX, Gold, RohstoffeInteressante Meldungen zum aktuellen Thema
Europäische Aktien fielen erstmals seit vier Wochen, denn es kamen Bedenken auf, dass die Konjunkturmaßnahmen der Zentralbank nicht ausreichen könnten, um den wirtschaftlichen Aufschwung zu stützen. Bankwerte verzeichneten die höchsten Verluste seit vier Wochen, nachdem die UBS AG überraschend einen Verlust im Investmentbankinggeschäft gemeldet hatte. Bankwerte verzeichneten die schlechteste Entwicklung von 19 Industriezweigen im Stoxx
Der S&P 500 stieg diese Woche um 1 %auf 1.176,19. Der Dow Jones Industrial Average verlor 0,3 % auf 11.062,78. Der Nasdaq Composite Index notierte um 1,4 % stärker bei 2.468,77. U.S. Aktiennotierten stärker, sodass der Anstieg des Standard & Poor’s 500 Index seit zwei Wochen ungebrochen bleibt.
Der S&P 500 stieg in den vergangenen fünf Tagen um 2,4 % auf 1.117,51 Punkte und verbesserte den Zuwachs von 2,5 % aus der vergangenen Woche. Der Dow Jones Industrial Average verbesserte sich um 2,4 % auf 10.450,64. Beide Werte glichen somit die Verluste seit Jahresanfang wieder aus. Der S&P 500 verzeichnete seit dem 7.
Der S&P 500 stieg in der vergangenen Woche um 2,5% auf 1.091,60 analog zum Aufschwung aller zehn großen enthaltenen Industriebereiche. Während dessen bewegte sich der Dow Jones erstmals seit vier Wochen aufwärts und stieg um 2,8 % auf 10.211,07. US-Aktien tendierten in der vergangenen Woche aufwärts und brachten dem S&P 500 Index die größte wöchentliche
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