Schwarzer September war der beste September
06. Oktober 2010 | US-Regierung | NASDAQ | September | Indizes Feedback schreibenDer Handel in der letzten Septemberwoche verlief unspektakulär, bewegte sich nicht außerhalb der Handelsspannen und verzeichnete winzige Verluste in allen Indizes. Dadurch wurde jedoch die Entwicklung zum stärksten September seit der Weltwirtschaftskrise nicht beeinträchtigt.
Der Dow Jones verlor die Woche über 0,3 %, stieg aber seit Monatsbeginn um 6,7 %. Der NASDAQ ist stets volatiler und fiel um 0,4 %, verzeichnete im Monatsvergleich aber eine Wertsteigerung um 10 %. Der vergangene Monat brachte uneinheitliche Wirtschaftsdaten, der Grund für den stärksten Monat seit April 2009 (Beginn des Wiederaufschwungs) liegt also woanders. Es gibt zwei mögliche Erklärungen: Vor allem sind hier die wiederkehrenden Erklärungen der Fed zu nennen, die diesen Monat nicht müde wurde, zu betonen, dass weitere quantitative Lockerungsmaßnahmen so lange wie nötig bestehen blieben – mit anderen Worten, die US-Regierung wird zusätzliche Gelder in Billionenhöhe in die Hand nehmen und der Markt setzt darauf, dass dieses Geld kommen wird.
Die zweite Erklärung ist die Ankündigung des National Bureau of Economic Research, das die Rezession im Juni für offiziell beendet erklärte. Diese Ankündigung kam eine Woche nachdem der Dow für 2010 die Gewinnschwelle erreicht hatte und eine starke technische Aufwärtsbewegung auslöste, weil die Anleger schnell in Kauflaune waren.
Weitere Informationen: Indizes, NASDAQ, September, US-RegierungInteressante Meldungen zum aktuellen Thema
In Erwartung der Gespräche über Handelsziele beim G20-Treffen notierte der Dollar erstmals seit sechs Wochen stärker. Zum Ende der vergangenen Woche verzeichnete der Dollar erstmals seit sechs Wochen einen Anstieg gegenüber dem Euro, denn die Finanzminister der G20-Staaten diskutierten ein US-Vorhaben, durch Setzen von Zielen für unausgeglichene Leistungsbilanzen Spannung aus den Währungskursen zu nehmen.
Der S&P 500 stieg in der vergangenen Woche um 2,5% auf 1.091,60 analog zum Aufschwung aller zehn großen enthaltenen Industriebereiche. Während dessen bewegte sich der Dow Jones erstmals seit vier Wochen aufwärts und stieg um 2,8 % auf 10.211,07. US-Aktien tendierten in der vergangenen Woche aufwärts und brachten dem S&P 500 Index die größte wöchentliche
Im September wurde ein interessanter Trend deutlich, denn alle Regierungen versuchten, ihre Währungen abzuwerten. Leider ist das ein Nullsummenspiel, denn man kann nicht alle Währungen gleichzeitig abwerten. Versucht haben sie es aber alle.
Der Dollar setzte seinen ungebrochenen Rückgang gegenüber mehreren Währungen – auch dem Euro und dem Yen – nun schon im zweiten Monat fort, denn es wurden Spekulationen laut, die Fed werde ihre quantitativen Lockerungsmaßnahmen verstärken. Enttäuschende wirtschaftliche Kennzahlen am Freitag verstärkten die Ansicht, dass die Federal Reserve bald Maßnahmen zur Stimulierung der dümpelnden US-Wirtschaft ergreifen
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