Panik bei BP-Anlegern
04. Juni 2010 | BP | Erdöl | Mexico | Unfall | Anleger Feedback schreiben
Ein Bohrinsel-Mitarbeiter auf der Ben Nevis-Plattform in der Nordsee.
Seit Beginn der Öl-Katastrophe im Golf von Mexico hat die BP-Aktie mehr als ein Drittel an Wert eingebüßt. Angesichts der Milliardenschäden und höheren Finanzierungskosten für das Unternehmen sind die Perspektiven mehr als unsicher. Jetzt will der Konzern der Massenflucht der Investoren mit einer Krisenkonferenz entgegenwirken.
Per Telefonkonferenz am Freitagnachmittag sollen Analysten und Investoren besänftigt werden, um den massiven Kursverfall noch zu stoppen. Dabei will BP-Chef Tony Hayward über die wirtschaftliche Situation des Konzerns und den aktuellen Stand der Arbeiten am Bohrloch im Golf von Mexico informieren. Seit dem Tag der Katastrophe vor der US-Küste mit elf Toten, hat der Konzern deutlich an Wert verloren. Von ihrem damaligen Kurs von 655,40 Pence sackte die BP-Aktie um ein Drittel auf 449 Pence ab. In dieser Woche beschleunigte sich die Talfahrt, als bekannt wurde, dass die Aktion “Top Kill” in der vergangenen Woche gescheitert war. Die US-Ratingagenturen Fitch und Moody’s stuften die Kreditwürdigkeit bereits herab. Eine weitere Rückstufung wird von beiden Agenturen angesichts drohender Milliardenkosten nicht ausgeschlossen.
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In Zukunft wird es für den Ölmulti schwieriger und teurer, sich Geld zu leihen. Das Unternehmen gehört zu den profitabelsten weltweit. Niemand weiß aber derzeit genau wieviel BP für den Schaden letztlich zahlen muss. Mit Gesamtkosten von bis zu 37 Milliarden Dollar rechnen Analysten der Schweizer Bank Credit Suisse. Das wäre der Gesamtgewinn der letzten zwei Jahre. US-Präsident Barack Obama hatte bei seinem letzten Besuch im Krisengebiet auch gleich die erste Rechnung über 69 Millionen Dollar für BP mit im Gepäck. (Bild: BP/Presse)
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Wegen der Katasrophe im Golf von Mexico muss der Öl-Konzern BP mindestens 20 Milliarden Dollar in einen Treuhandfonds einzahlen. Die Dividende will BP noch dazu streichen. Die Börse stört das nicht. Die Aktie schiesst nach oben.
Auch die bereits bekannten Empfangsprobleme der Antenne, die am Außenrahmen des Apple-Smartphones untergebracht ist, konnten den Siegeszug nicht stoppen. Um bis zu 4,4 Prozent schoss der Wert der Apple-Aktie im nachbörslichen US-Handel in die Höhe.
Der Dollar setzte seinen ungebrochenen Rückgang gegenüber mehreren Währungen – auch dem Euro und dem Yen – nun schon im zweiten Monat fort, denn es wurden Spekulationen laut, die Fed werde ihre quantitativen Lockerungsmaßnahmen verstärken. Enttäuschende wirtschaftliche Kennzahlen am Freitag verstärkten die Ansicht, dass die Federal Reserve bald Maßnahmen zur Stimulierung der dümpelnden US-Wirtschaft ergreifen
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