Optionshandel

Im September wurde ein interessanter Trend deutlich, denn alle Regierungen versuchten, ihre Währungen abzuwerten. Leider ist das ein Nullsummenspiel, denn man kann nicht alle Währungen gleichzeitig abwerten. Versucht haben sie es aber alle.

Der Handel in der letzten Septemberwoche verlief unspektakulär, bewegte sich nicht außerhalb der Handelsspannen und verzeichnete winzige Verluste in allen Indizes. Dadurch wurde jedoch die Entwicklung zum stärksten September seit der Weltwirtschaftskrise nicht beeinträchtigt.

Der neutrale FOMC (Offenmarktausschuss der US-Notenbank) Statement im September gab Anlass zu mehr Spekulationen, die Fed werde gegen Jahresende zusätzliche geldpolitische Lockerungsmaßnahmen ankündigen. Die Bereitstellung von mehr Liquidität für den Markt ist schlecht für den USD. Die Schwäche des USD trieb die Rohstoffpreise nach oben.

Dollar schwächer – Fed nähert sich QE2, Euro größter Nutznießer Der EUR/USD-Kurs stieg in der vergangenen Woche bis auf 1,3494 und das Durchbrechen der Widerstandslinie bei 1,3330 bestätigt die Wiederaufnahme der Rallye, die bei 1,1875 ihren Anfang nahm. Der Ausverkauf des Dollar ging letzte Woche nach dem FOMC Meeting noch weiter, da die Fed ausdrücklich über Deflations-Sorgen sprach, die geäußert worden seien, und die begleitenden Äußerungen zeigten, dass sich die Fed einer zweiten Runde des quantitativen Lockerungsprogramms immer mehr nähert.

Europäische Aktien notierten in der vergangenen Woche stärker: der optimistische Glaube an die Nachhaltigkeit des Aufschwungs hält an und die Zentralbanken erklärten, sie seien für ein eventuelles Scheitern des Wachstums gerüstet.Die europäischen Aktien gingen mit Kursgewinnen ins Wochenende, inmitten einer Flut positiver Wirtschaftsdaten, stabiler Rohstoffpreise und positiver Signale von der Wall Street.

Die Aktienkurse stiegen: der S&P 500 schloss die Woche mit einem Wertzuwachs von 2,1 % auf dem höchsten Stand seit vier Monaten. Die großen Indizes gingen mit hohen Werten in die neue Woche, verloren dann die Gewinne an drei aufeinander folgenden Tagen mit sinkenden Kursen, um am Freitag in eine Rallye um über 2 % zu gehen. Die Höhepunkte der Woche waren u. a. eine Strategieankündigung des FOMC, verschiedene Immobilien-Reports und ein erneutes nominales Allzeithoch des Goldpreises. Der S&P 500 stieg diese Woche auf breiter Basis, denn alle zehn Sektoren notierten stärker.

Für den aus dem MDax aussortierten Tiefbauspezialisten Bauer steigt nun der Medienkonzern Axel Springer in die Liga der mittelgroßen Unternehmen auf. Zum Wochenstart legte der Wert des Medienriesen um zwei Prozent auf 95 Euro zu. Am vergangenen Freitag beschloss die Deutsche Börse mit ihrem Arbeitskreis Aktienindizes den Aufstieg der Springer-Aktie in den MDax.

Das Geldhaus JP Morgan zieht erste Konsequenzen aus der kürzlich beschlossenen Wiederaufspaltung des US-Bankensystems. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, dass JP Morgan damit begonnen hat, den Handel mit Rohstoffen, Wertpapieren und Anleihen aufzugeben. Die Großbank reagierte damit auf die vor kurzem im US-Kongress beschlossene Aufspaltung des US-Bankensystems.

US-Finanzminister Timothy Geithner will tiefgreifende Reformen für das System der staatlich gestützten Immobilienfinanzierung. Konkret geht es dabei um die größten Hypothekenfinanzierer in den USA Freddie Mac und Fannie Mae, die mit fast 150 Milliarden Dollar Steuergeldern vor dem Aus gerettet wurden.

Immer mehr Anleger legen ihr Geld risikolos in Bundeswertpapieren an, auch wenn es wegen der unattraktiven Renditen immer weniger zu verdienen gibt. Aktuell erhalten Käufer von Bundesobligationen mit einer Laufzeit von fünf Jahren nur noch 1,39 Prozent Rendite.

In seiner wichtigsten Sparte musste die Deutsche Bank im zweiten Quartal deutliche Gewinneinbußen hinnehmen. Die Anleger scheint das nicht zu stören. Der Aktienkurs des Konzerns legte um mehr als sechs Prozent zu und setzte sich damit sogar an die Spitze des Dax.

Der US-Aktienmarkt verzeichnete eine starke Woche, nachdem die Ergebnisberichte der Unternehmen für das zweite Quartal besser als erwartet ausgefallen waren. Die großen Indizes schlossen stark und verzeichneten am Freitag nach Bekanntgabe der mit Spannung erwarteten Ergebnisse der Ergebnisse der europäischen Banken-Stresstests einen sprunghaften Anstieg.