Optionshandel

USA – Rallye bei US-Aktien

09. November 2010 | News

Die Rallye am US-Aktienmarkt ging in die fünfte Woche und brachte den Dow Jones Industrial Average auf den höchsten Stand seit der Zeit vor der Insolvenz der Lehman Brothers Holdings Inc. 2008. Auslöser waren ein 600 Mrd. US$ Anleihen-Ankaufsplan der Federal Reserve zur Förderung des Wachstums und ein Anstieg der Beschäftigtenzahlen, der die Prognosen übertraf.

Aktien und Rohstoffe steigerten ihren Wert im Oktober während US-Schatzbriefe erstmals seit März zurückgingen und der Dollar gegenüber dem Yen auf den tiefsten Stand seit 15 Jahren fiel, weil Anleger darauf wetten, dass die Federal Reserve handeln wird, um das Wachstum anzukurbeln während die Unternehmensgewinne die Erwartungen übertrafen.

Der S&P 500 stieg diese Woche um 1 %auf 1.176,19. Der Dow Jones Industrial Average verlor 0,3 % auf 11.062,78. Der Nasdaq Composite Index notierte um 1,4 % stärker bei 2.468,77.
U.S. Aktiennotierten stärker, sodass der Anstieg des Standard & Poor’s 500 Index seit zwei Wochen ungebrochen bleibt.

Das Geldhaus JP Morgan zieht erste Konsequenzen aus der kürzlich beschlossenen Wiederaufspaltung des US-Bankensystems. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, dass JP Morgan damit begonnen hat, den Handel mit Rohstoffen, Wertpapieren und Anleihen aufzugeben. Die Großbank reagierte damit auf die vor kurzem im US-Kongress beschlossene Aufspaltung des US-Bankensystems.

US-Finanzminister Timothy Geithner will tiefgreifende Reformen für das System der staatlich gestützten Immobilienfinanzierung. Konkret geht es dabei um die größten Hypothekenfinanzierer in den USA Freddie Mac und Fannie Mae, die mit fast 150 Milliarden Dollar Steuergeldern vor dem Aus gerettet wurden.

Der US-Aktienmarkt verzeichnete eine starke Woche, nachdem die Ergebnisberichte der Unternehmen für das zweite Quartal besser als erwartet ausgefallen waren. Die großen Indizes schlossen stark und verzeichneten am Freitag nach Bekanntgabe der mit Spannung erwarteten Ergebnisse der Ergebnisse der europäischen Banken-Stresstests einen sprunghaften Anstieg.

Auf seine zusammengekaufte Diagnostiksparte droht Siemens eine Milliardenabschreibung, so das die jüngste Division seiner Medizintechnik kräftig abgewertet werden muss. Grund hierfür sind zu ehrgeizig gesteckte Wachstumsziele noch aus Hochkonjunktur-Zeiten, die sich im Laufe der Zeit als unrealistisch erwiesen.

Swatch-Erfinder Nicolas Hayek verstarb überraschend am Montagabend. Die Schweiz verliert mit Nicolas Hayek einen ihrer angesehensten Unternehmer. Die bekannteste Erfindung von ihm war die Swatch-Plasik-Uhr und bescherte damit der Marke einen großen Aufstieg.

In Filmen hat Bruce Willis schon die US-Präsidentengattin, Flugpassagiere und Menschen aus Wolkenkratzern gerettet. Auf den Retter in Not in der realen Welt warten jetzt auch Aktionäre des Wodkaherstellers Belvédére. Die Homepage des Unternehmens verweist darauf, dass der Hollywood-Star am Freitag zur Hauptversammlung des Wodkaproduzenten im Kloster Talloires in Frankreich erwartet wird. Bruce Willis ist wichtigster Werbeträger und seit Oktober vergangenen Jahres mit drei Prozent Anteil Großaktionär von Belvédére.

Ein ehemaliger Spitzenmanager des MAN-Konzerns ist im ersten Prozess um Schmiergeldzahlungen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Die Strafe wurde vom Münchner Landgericht zur Bewährung ausgesetzt. Das Gericht sah den Vorwurf der Bestechung als erwiesen an.

Trotz der Gewinne vom Freitag gingen die wichtigsten Aktienmarktindizes letzte Woche nach zwei aufeinanderfolgenden Wochen mit steigenden Kursen zurück und verzeichneten die schlechteste Performance seit fünf Wochen. Der S&P 500 fiel in der vergangenen Woche um 3,7 % auf 1.076,76 während Bankaktien am Freitag stiegen: die Gesetzgeber hatten sich auf Vorschriften ohne dramatische Änderungen für Derivate und Eigengeschäfte geeinigt und so den Wochenverlust des S&P 500 verringert.

Es ist ein Erfolg für US-Präsident Barack Obama. Der Kongress einigte sich nach wochenlangen Debatten auf eine umfassende Finanzmarktreform. Damit soll eine erneute Finanzkrise verhindert werden. Nach einer 20-stündigen Sitzung einigten sich die Abgeordneten von Senat und Repräsentantenhaus auf einen Kompromiss. Am kommenden Dienstag müssen beide Kammern noch zustimmen.