“Le Monde” kämpft ums Überleben
14. Juni 2010 | Le Monde | Zeitung | Frankreich | Investoren Feedback schreiben
Le Monde
Die französische Traditionszeitung “Le Monde” ist auf Investorensuche. Mit einer Auflage von rund 400.000 und dem Verkauf in über 120 Ländern kämpft das Blatt trotzdem ums Überleben. Bereits im Juli ist ein Kredit über 25 Millionen Euro fällig.
Das Traditionsblatt aus Frankreich sucht nun einen Investoren. Seit sich aber Präsident Sarkozy in die Investorensuche einmischt, fürchtet die Redaktion um ihre Unabhängigkeit. Sarkozy gab kürzlich bei einem Gespräch mit dem Chefredakteur zu verstehen, dass er etwas gegen den möglichen Retter Pierre Bergé hat. Bergé ist Kunstmäzen und Lebensgefährte des verstorbenen Modeschöpfers Yves Saint Laurent. Er unterstützte bereits sein Leben lang linke Politiker, wie zuletzt auch die Sarkozy-Rivalin Ségolène Royal. Pierre Bergé möchte in die Traditionszeitung investieren. Das versucht Sarkozy über seinen guten Freund, dem Konzernchef Stéphane Richard zu verhindern.
Die Besitzerstruktur der Zeitungsgruppe “Le Monde” ist eine einmalig besondere. Die Mehrheit gehört den Journalisten. Sie verhinderten in der Vergangenheit immer wieder den Eintritt von Investoren. Die Journalisten wollen vor allem sicherstellen, dassdie neuen Investoren nicht in ihre Arbeit eingreifen. In der kommenden Woche entscheidet sich, welcher Investor den Zuschlag bekommt. Es gibt noch zwei weitere Angebote von verschiedenen Mediengruppen. Ebenfalls Interesse hat France Telecom/Orange angemeldet. (Bild: Bildschrimfoto)
Weitere Informationen: Frankreich, Investoren, Le Monde, ZeitungInteressante Meldungen zum aktuellen Thema
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