Konjunktur-Index fällt überraschend
15. Juni 2010 | Konjunktur | Index | Europa | ZEW Feedback schreiben
Konjunktur-Index fällt
Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) befragte knapp 300 Finanzexperten über Konjunkturerwartungen. Allmonatlich wird der Index über Konjunkturerwartungen ermittelt. Überraschend, das Urteil der Finanzexperten fällt ernüchternd aus. Im Mai lag der Wert noch bei 45,8 Punkten. Der Juni-Wert brach auf 28,7 Zähler ein.
Diesen doch deutlichen Vertrauensverlust in die deutsche Konjunktur hatten auch Volkswirte so nicht erwartet. Gerechnet hatte man lediglich mit einem Rückgang des Indikators auf 43,9 Punkte. Der bisher historische Mittelwert von 27,4 Punkten liegt damit nur knapp unter der aktuellen Marke. Aus Sicht der befragten Finanzexperten und institutionellen Anleger sei die derzeitige Erholung noch “fragil”, sagte ZEW-Präsident Wolfgang Franz. Um die Konjunktur nicht weiter abzuwürgen,sei die Politik gut beraten, notwendige Schritte für die Konsolidierung festlegen. Die derzeitige Lage der deutschen Wirtschaft wird immerhin etwas besser eingeschätzt als im Monat zuvor. Der entsprechende Index lag im Juni bei minus 7,9 Punkten, nach minus 21,6 Punkten vom Vormonat.
Zur Konjunktureinschätzung für Europa zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Hier fiel der Index von 37,6 auf 18,8 Punkte. Die aktuelle Lage hingegen hellt sich von minus 48,5 Punkten aus dem Vormonat auf 40,8 Punkten im Juni etwas auf. Die ZEW-Erwartungen lösten an den Kapitalmärkten eine Schrecksekunde aus. Deutlich fiel der Dax kurzzeitig in die Minuszone, kehrte aber dann wieder ins Plus zurück. Dem Euro erging es ähnlich. Zunächst rutschte die europäische Währung unter die Marke von 1,22 Dollar, aber wird derzeit wieder zu Kursen von 1,223 Dollar gehandelt. (Bild: Rainer Sturm /aboutpixel.de)
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Bereits am Freitag stürzte der Euro auf unter 1,20 Dollar ab. Heute Morgen ist nun auch die Marke von 1,19 Dollar gefallen. Der Euro verliert auch zu anderen Währungen an Boden. Die Anleger warten gespannt auf Signale vom Treffen der EU-Finanzminister am Nachmittag.
Der S&P 500 stieg in der vergangenen Woche um 2,5% auf 1.091,60 analog zum Aufschwung aller zehn großen enthaltenen Industriebereiche. Während dessen bewegte sich der Dow Jones erstmals seit vier Wochen aufwärts und stieg um 2,8 % auf 10.211,07. US-Aktien tendierten in der vergangenen Woche aufwärts und brachten dem S&P 500 Index die größte wöchentliche
Der S&P 500 stieg in den vergangenen fünf Tagen um 2,4 % auf 1.117,51 Punkte und verbesserte den Zuwachs von 2,5 % aus der vergangenen Woche. Der Dow Jones Industrial Average verbesserte sich um 2,4 % auf 10.450,64. Beide Werte glichen somit die Verluste seit Jahresanfang wieder aus. Der S&P 500 verzeichnete seit dem 7.
Europäische Aktien notierten in der vergangenen Woche stärker: der optimistische Glaube an die Nachhaltigkeit des Aufschwungs hält an und die Zentralbanken erklärten, sie seien für ein eventuelles Scheitern des Wachstums gerüstet.Die europäischen Aktien gingen mit Kursgewinnen ins Wochenende, inmitten einer Flut positiver Wirtschaftsdaten, stabiler Rohstoffpreise und positiver Signale von der Wall Street.
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