Forderungen in Milliardenhöhe an Goldman Sachs
10. Juni 2010 | Goldman Sachs | Bank | Hedgefonds | USA | Krise Feedback schreiben
Goldman Sachs
Die US-Investmentbank Goldman Sachs sieht sich mit weiteren Schadenersatzforderungen in Milliardenhöhe konfrontiert. Ein australischer Hedgefonds fordert von der Bank rund eine Milliarde Dollar Schadenersatz, da man Opfer der Verkaufstricks von Goldman Sachs geworden sei.
Die australische Yield Alpha Fund reichte am Mittwoch Klage in New York ein. Der Vorwurf: Beim Verkauf von riskanten Hypothekenpapieren wurde betrogen. Goldman Sachs habe so genannte Collateralized Debt Obligations (CDOs) verkauft, als die Bank aber bereits wusste, dass bald die US-Hypothekenblase platzen würde. Der Hedgefonds ist nicht das einzige Opfer. Auch die deutsche IKB gehört zu der illustren Gemeinschaft der offenbar Geschädigten. Die IKB war fast pleite, nachdem sie im Jahr 2007 Kreditderivate von Goldman Sachs erwarb, die kurz darauf fast wertlos waren.
Goldman Sachs sieht die neueste Schadenersatzforderung als weiteren Versuch, die erlittenen Verluste auf die US-Investmentbank abzuwälzen. Gerade dieser Hedgefonds zähle zu den erfahrensten Anlegern, sagte ein Goldman Sachs-Manager. Goldman dürfte schwierigen Zeiten entgegen gehen. Mehrere anstehende Klagen von Geschädigten, ein hoher erlittener Imageverlust und die US-Börsenaufsicht SEC im Nacken. Die Börsenwächter ermitteln bereits seit Mitte 2009 wegen Praktiken der US-Investmentbank. Klar ist: Der interne E-Mail-Verkehr der Bank belegt, schon lange berüchtigt waren die verkauften Hypothekenderivate als Zeitbomben. (Bild: Goldman Sachs)
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