Ex-MAN-Manager erhält Bewährungsstrafe
28. Juni 2010 | MAN | Bewährung | Manager | Schmiergeld | MAN Turbo AG Feedback schreiben
Ex-MAN-Manager erhält Bewährung
Ein ehemaliger Spitzenmanager des MAN-Konzerns ist im ersten Prozess um Schmiergeldzahlungen zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Die Strafe wurde vom Münchner Landgericht zur Bewährung ausgesetzt. Das Gericht sah den Vorwurf der Bestechung als erwiesen an.
Im Jahr 2004 hatte der Angeklagte neun Millionen Euro für einen Pipeline-Auftrag in Kasachstan gezahlt, an den die MAN Turbo AG kommen wollte. Eine Gaspipeline sollte modernisiert werden. Über diesen Auftrag sollten weitere langfristige Verträge in Milliardenhöhe rein geholt werden. Der Angeklagte hatte im Gegensatz zu anderen MAN-Managern die Vorwürfe von Anfang an eingeräumt. Im Gegenzug hatte das Gericht für das umfangreiche Geständnis des früheren Top-Manager eine zweijährige Freiheitsstrafe auf Bewährung in Aussicht gestellt. Das Gericht sah von einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro ab, die zuvor im Laufe der Verhandlung im Gespräch gewesen war.
Die Ermittlungen zu weiteren Schmiergeldzahlungen durch MAN-Mitarbeiter gehen unterdessen weiter. In der Schmiergeldaffäre zahlte der Maschinenbaukonzern MAN im Dezember 2009 bereits 150,6 Millionen Euro Geldbuße an den Fiskus. (Bild: MAN)
Weitere Informationen: Bewährung, MAN, MAN Turbo AG, Manager, SchmiergeldInteressante Meldungen zum aktuellen Thema
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