Euro und EU in der Krise
25. März 2010 | FOREX | Griechenland | Deutschland | Börse Feedback schreibenDie Haushaltskrise in Griechenland wird zur Probe für die EU und Ihre Währung. Nach jahrelangem kontinuierlichen Aufstieg zum echten Konkurrenten in Sachen Leitwährung gegenüber dem USD, scheinen die aktuellen Ereignisse stark am Image des Euro zu kratzen.
Am Morgen fiel die europäische Gemeinschaftswährung nach ungefähr zehn Monaten unter die Marke von 1,33 USD. Die Abwendung der Bundesregierung Deutschlands gegenüber dem EU-Partner Griechenland könnte weiterhin zu schlechten Marktentwicklungen führen und den FOREX-Handel zu Gunsten des USD entscheiden. Bereits am letzten Mittwoch wurde der Euro durch die herabgestufte Bonität von Portugal belastet. Eine einhellige Entscheidung zu Gunsten Griechenlands könnte heute Nachmittag beim Treffen der Staats- und Regierungschefs in Brüssel fallen. Jedoch kann bezweifelt werden, dass Deutschland so schnell seine Meinung ändert.
Das Land kämpft weiterhin mit den Folgen Finanzkrise, das ist der Bevölkerung spürbar bewusst und führt zu einer breiten Ablehnung in der Öffentlichkeit gegenüber den Rettungsplänen für Griechenland innerhalb der EU. Auch die innerpolitischen Querelen innerhalb der Schwarz-Gelben-Koalition sowie die anstehende Landtagswahl in Baden-Württemberg steigern die Unsicherheit der Bundesregierung dem Bündnis zu folgen. Sollte der Wirtschafts-Primus Deutschland weiterhin die Stabilität des Euro gefährden, könnte es zu weiteren eklatanten Kursfällen kommen und zu einem weiteren Anstieg des USD.
Weitere Informationen: Börse, Deutschland, FOREX, Griechenland, Optionshandel, PortugalInteressante Meldungen zum aktuellen Thema
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