Deutsche Bank mit deutlichen Gewinneinbußen
27. Juli 2010 | Deutsche Bank | Aktie | Börse | Gewinn | Investment Feedback schreiben
Deutsche Bank Handelssaal
In seiner wichtigsten Sparte musste die Deutsche Bank im zweiten Quartal deutliche Gewinneinbußen hinnehmen. Die Anleger scheint das nicht zu stören. Der Aktienkurs des Konzerns legte um mehr als sechs Prozent zu und setzte sich damit sogar an die Spitze des Dax.
Der heimische Branchenprimus erzielte im zweiten Quartal 1,3 Milliarden Euro weniger als im Quartal zuvor. Immerhin machte die Bank 200 Millionen Euro mehr Gewinn als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dem branchenweiten schlechten Trend im Bereich des Investment Banking konnte sich auch die Deutsche Bank nicht entziehen und musste vor allem in dieser Sparte deutliche Einbußen hinnehmen. Hier sank der Gewinn vor Steuern von 823 Millionen auf 779 Millionen Euro zum Vorjahresquartal. Die Erträge in dieser Sparte gingen von 5,3 Milliarden Euro des Vorjahresquartals auf 4,7 Milliarden Euro zurück. Damit hält der Anteil des Investment Banking am Gesamtgewinn der Bank nur noch etwas mehr als die Hälfte. Zuvor waren es noch 93 Prozent.
In den stabilen Sparten wie der Vermögensverwaltung oder dem Privatkundengeschäft wurden Fortschritte gemacht. Der Vorsteuergewinn stieg im Privatkundengeschäft von 178 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 233 Millionen Euro. Nach einem Vorjahres-Verlust von 85 Millionen Euro erreichte die Vermögensverwaltung wieder einen Vorsteuergewinn von 45 Millionen Euro. Positiv zeigt sich auch die Erhöhung der Eigenkapitalquote von 11,2 Prozent auf 11,3 Prozent. Eine konkrete Prognose für dieses Jahr gibt der Konzern nicht ab aber man sei in der Lage sich auf ein verändertes Umfeld mit Kapitalmaßnahmen zu reagieren. (Bild: Deutsche Bank)
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