Bußgelder gegen Kaffeeröster erneut verhängt
09. Juni 2010 | Kaffee | Bußgeld | Preisabsprache | Tchibo | Dallmayr Feedback schreiben
Bußgelder gegen Kaffeeröster
Wegen unerlaubter Preisabsprachen beim Verkauf an Großverbraucher hat das Bundeskartellamt gegen acht Kaffeeröster Geldbußen von insgesamt 30 Millionen Euro verhängt. Die Behörde teilte mit, dass auch der Deutsche Kaffee-Verband Hamburg sowie zehn verantwortliche Mitarbeiter betroffen seien.
Wegen solchen Absprachen verhängte die Wettbewerbsbehörde bereits im vergangenen Dezember gegen Tchibo, Dallmayr und Melitta Geldbußen von knapp 160 Millionen Euro. Das neue Verfahren löste Alois Dallmayr Kaffee durch eine Selbstanzeige aus. Dallmayr geht dadurch straffrei aus. Bußgelder wurden unter anderem verhängt gegen Tchibo, Luigi Lavazza Deutschland und Segafredo Zanetti Deutschland. Die gegen Melitta und Darboven verhängten Geldbußen wurden reduziert, da man bei der Aufklärung kooperiert hätte.
Der Kaffeeverband will das Bußgeld von bis zu 90.000 Euro akzeptieren. Dem Verband wird vorgeworfen, in einer Pressemitteilung im Februar 2005 ein Kartell von Kaffeeröstern unterstützt zu haben. Wie das Bundeskartellamt ermittelte, gibt es bereits seit mindestens 1997 Absprachen zu Preiserhöhungen und Preissenkungen bei Röstkaffee im Außer-Haus-Bereich. Noch sind die Strafen nicht rechtskräftig, aber bereits jetzt haben sich sechs der acht Unternehmen bereiterklärt das Verfahren einvernehmlich beenden zu wollen. Bei Cappuccino ist derzeit noch ein laufendes Verfahren wegen des Verdachts der Preisabsprache anhängig. Bis Mitte des Jahres soll auch dieses abgeschlossen sein. (Bild: Heinz Hasselberg/aboutpixel.de)
Weitere Informationen: Bußgeld, Dallmayr, Kaffee, Preisabsprache, TchiboInteressante Meldungen zum aktuellen Thema
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