Bruce Willis soll Wodkaproduzent retten
30. Juni 2010 | Belvédére | Bruce Willis | Wodka | Insolvenz | Hollywood Feedback schreiben
Bruce Willis
In Filmen hat Bruce Willis schon die US-Präsidentengattin, Flugpassagiere und Menschen aus Wolkenkratzern gerettet. Auf den Retter in Not in der realen Welt warten jetzt auch Aktionäre des Wodkaherstellers Belvédére. Die Homepage des Unternehmens verweist darauf, dass der Hollywood-Star am Freitag zur Hauptversammlung des Wodkaproduzenten im Kloster Talloires in Frankreich erwartet wird. Bruce Willis ist wichtigster Werbeträger und seit Oktober vergangenen Jahres mit drei Prozent Anteil Großaktionär von Belvédére.
Willis wurde damals als letzte Hoffnung gesehen, der den Wodkahersteller wieder aus der Insolvenz führen könnte. Der Hollywood-Star sprach damals von einer Reihe von Ideen. Bis heute wartet man auf die angekündigten Einfälle des Heilsbringers. Die Zeit drängt, denn Belvédére ist faktisch pleite. Das Eigenkapital des Unternehmens liegt einem Bericht der Financial Times Deutschland zufolge mit rund 140 Millionen Euro im Minus. Rund fünf Millionen vorhandenes Gesellschaftskapital sind zu wenig, um das hohe Minus zu kompensieren.
Seit einiger Zeit ermittelt bereits die Börsenaufsicht gegen den Firmen-Chef wegen zweifelhaften Aktienhandel. Der Optimismus seit Einstieg des Hollywood-Stars ist verflogen. Vor Willis Einstieg stand der Wert noch bei etwa 30 Euro. Dann stieg die Aktie schnell auf 44 Euro. Inzwischen steht die Aktie wieder bei etwa 30 Euro. Bruce Willis wird das nicht sehr stören. Er musste für seine Aktien nichts bezahlen und bekam vom Management zugesichert, dass er bis 2013 seine Aktien für fast fünf Millionen Euro wieder verkaufen kann.Vier Jahre lang muss der Schauspieler dafür kostenlos für den Wodkaproduzenten Belvédére werben. (Bild: Caroline Bonarde Ucci)
Weitere Informationen: Belvédére, Bruce Willis, Hollywood, Insolvenz, WodkaInteressante Meldungen zum aktuellen Thema
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