BP-Aktie klettert kräftig
18. Juni 2010 | BP | Erdöl | Hilfsfonds | Mexico Feedback schreiben
BP-Aktie steigt
Wegen der Katasrophe im Golf von Mexico muss der Öl-Konzern BP mindestens 20 Milliarden Dollar in einen Treuhandfonds einzahlen. Die Dividende will BP noch dazu streichen. Die Börse stört das nicht. Die Aktie schiesst nach oben.
Nach Ankündigung des Hilfsfonds für Opfer der Öl-Katastrophe legten die Anteilscheine des Öl-Riesen zeitweise um neun Prozent zu. Schon am gestrigen Vormittag stieg die Aktie an der Londoner Börse um acht Prozent. Im ersten Quartal dieses Jahres schüttete BP bereits eine Dividende aus. Jetzt wird die Dividende für das restliche Jahr gestrichen. In Finanzkreisen werden der Treuhandfonds und das Aussetzen der Dividende als erste wichtige und notwendige Schritte in die richtige Richtung gesehen. US-Präsident Barack Obama machte allerdings deutlich, dass die 20 Milliarden keine Obergrenze darstellen. Es besteht nach wie vor die Möglichkeit, dass verschiedene US-Bundesstaaten und einzelne Bürger den Öl-Konzern BP verklagen werden.
100 Millionen Dollar stellte BP bereits für Mitarbeiter bereit, die ihre Arbeit verloren haben aufgrund des sechsmonatigen Verbots von Tiefseebohrungen. Die 20 Milliarden für den Treuhandfonds sollen in vier Jahresraten von jährlich fünf Milliarden Dollar gezahlt werden. BP dürfte über genügend Reserven verfügen. In den vergangenen Jahren hatte der Konzern im Schnitt einen operativen Cash-Flow von 24 bis 36 Milliarden Dollar vorzuweisen. Die Verschuldung der Engländer fällt zudem sehr niedrig aus. Mit der Aussetzung der Dividende, Verkauf von Vermögenswerten und Rückfahren von Investitionen will BP den Fonds finanzieren. (Bild: BP/Presse)
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