AIG Mega-Übernahme droht zu platzen
28. Mai 2010 | AIG | Übernahme | Prudential | Versicherung | Asien Feedback schreiben
AIG Übernahme droht zu platzen
Der britische Versicherer Prudential rollt die Vereinbarung zur geplanten Übernahme des asiatischen Geschäftes der AIG neu auf. Der bisher vereinbarte Preis in Höhe von 35,5 Milliarden US-Dollar ist einigen Prudential-Aktionären angeblich zu hoch. Jetzt soll nachverhandelt werden. Um 5 Milliarden Dollar will Prudential den Kaufpreis drücken.
Eile ist geboten, denn die Aktionäre müssen auf der Hauptversammlung am 7. Juni mit einer Mehrheit von mindestens 75 Prozent der Mega-Übernahme zustimmen. Durch eine Kapitalerhöhung in Höhe von 21 Milliarden soll das Geschäft finanziert werden. Das Prudential-Management muss nachverhandeln, um eine Mehrheit nicht zu gefährden. Die größtenteils verstaatlichte AIG könnte aber auch mit einem Börsengang zurückkehren, so der zuständige Beamte für die AIG-Restrukturierung Jim Millstein. Das wäre der Fall wenn Prudential keine Mehrheit auf der Hauptversammlung zusammen bekommt. Als Kronjuwel im AIG-Portfolio gilt das asiatische Geschäft.
AIG wurde 1919 in Shanghai gegründet und ist das am besten aufgestellte westliche Versicherungsunternehmen. Prudential strebt die Marktführerschaft in Fernost-Asien durch diese Übernahme an. Diese Region gilt als attraktive Wachstumsregion. Nach der dramatischen Rettungsaktion der US-Regierung vor dem Zusammenbruch von AIG, soll das einsmals größte Versicherungsunternehmen der Welt mit den Verkaufserlösen seine Schulden an den Staat bezahlen. Insgesamt über 180 Milliarden Dollar pumpten die amerikanischen Steuerzahler in den einstmals so stolzen Versicherungs-Konzern. (Bild: AIG)
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